Rechtsreferendarausbildung

Der Präsident des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main ist im Geschäftsbereich des Hessischen Ministeriums der Justiz die obere Ausbildungsbehörde der Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare während des juristischen Vorbereitungsdienstes.

Die Einstellung in den Vorbereitungsdienst sowie die Zuweisung zu einer unteren Ausbildungsbehörde, d. h. zu einem Landgericht, das die Referendarinnen und Referendare zur Einzelausbildung auch den nachgeordneten Amtsgerichten zuweisen kann, erfolgt durch den Präsidenten des Oberlandesgerichts.

Themen

Rechtsreferendarausbildung

Zuständigkeiten
Die Zuständigkeiten des Präsidenten des Oberlandesgerichts Frankfurt am Main während der Rechtsreferendarausbildung.
Kontakt
Telefon-Kontakte bei Anfragen zur Einstellung oder Entlassung der Referendare sowie weitere Anfragen zum Ablauf des Vorbereitungsdienstes.
Einstellungsverfahren
Die Voraussetzungen für die Einstellung in den juristischen Vorbereitungsdienst in Hessen, die vorzulegenden Bewerbungsunterlagen und das Einstellungsverfahren sind im Juristenausbildungsgesetz und in der Juristischen Ausbildungsordnung (JAO) und der Verordnung über die Zulassung zum juristischen Vorbereitungsdienst und die Gewährung einer Unterhaltsbeihilfe an Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare geregelt.
Formulare/ Merkblätter
Merkblätter, Zeugnisvordrucke, Formulare für Ausbildungsnachweise sowie weiter Formulare zum Herunterladen.
Nebentätigkeit
Anträge auf Genehmigung einer Nebentätigkeit und/oder eines Zweitstudiums sind so frühzeitig zu stellen, dass ausreichend Zeit für die Prüfung und ggfs. erforderliche Behebung von Genehmigungshindernissen zur Verfügung steht.
Pflichtstation Zivilsachen
Die Zuweisung zu den Ausbildungsstellen und Arbeitsgemeinschaften erfolgt durch die Präsidentin oder den Präsidenten des Landgerichts, dem die Referendarin oder der Referendar bei der Einstellung in den juristischen Vorbereitungsdienst zugewiesen worden ist.
Pflichtstation Strafsachen
Die viermonatige Ausbildung in Strafsachen findet bei den in § 29 Abs. 2 Nr. 2 JAG genannten Ausbildungsstellen statt. Die Ausbildung bei der Ausbildungsstelle wird ergänzt durch eine einwöchige Einführungsarbeitsgemeinschaft und eine begleitende Pflichtarbeitsgemeinschaft.
Pflichtstation Verwaltung
Die Zuweisung zu den Ausbildungsstellen und Arbeitsgemeinschaften erfolgt durch das Regierungspräsidium, zu dessen Bezirk das Landgericht gehört, zu dem die Zuweisung in der ersten Ausbildungsstation erfolgte (§ 10 Abs. 3 JAO). Dieses ist während der Verwaltungsstation auch Dienstvorgesetzter der Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare (§ 10 Abs. 4 JAO) (§ 10 Abs. 4 JAO).
Pflichtstation Rechtsanwalt
Die Ausbildung bei einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt dauert 9 Monate (§ 29 Abs. 2 Nr. 4 JAG). Sie oder er soll möglichst auf allgemeinen Rechtsgebieten tätig sein.
Wahlstation
Die Ausbildung in der Wahlstation (§§ 29 Abs. 2 Nr. 5, 36 JAG) dauert 3 Monate. Nach § 29 Abs. 3 JAG kann sie nach Wahl der Rechtsreferendarin oder des Rechtsreferendars in folgenden Schwerpunktbereichen (Wahlstationen) - jeweils bei verschiedenen in Betracht kommenden Ausbildungsstellen - stattfinden.
Arbeitsgemeinschaften
Neben den bei den einzelnen Ausbildungsstationen genannten Einführungs- und Pflichtarbeitsgemeinschaften und Lehrgängen haben die Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare die Möglichkeit der freiwilligen Teilnahme an Klausurarbeitsgemeinschaften (§ 37 Abs. 5 JAG) und familienrechtlichen Arbeitsgemeinschaften.
Universität Speyer
Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare können gemäß § 29 Abs. 6 JAG auf Antrag für ein Semester der Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer überwiesen werden.

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