Allgemeine Bewährungshilfe

Die Allgemeine Bewährungshilfe (Fachbereich I und II)betreut vor allem Erwachsene, die wegen Eigentumsdelikten, Betrug und Untreue, Betäubungsmitteldelikten, Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit, Raub und Erpressung verurteilt wurden.

Hervorzuheben ist, dass in den beiden Fachbereichen etwa 60% aller Probanden betreut werden. Der Betreuungsschlüssel liegt bei etwa 80 Probanden.

Was bedeutet Bewährung?

Eine Freiheitsstrafe oder Jugendstrafe unter zwei Jahren kann zur Bewährung ausgesetzt werden. Sie müssen dann nicht ins Gefängnis und bekommen eine Chance, sich zu bessern. Insbesondere während der Bewährungszeit dürfen Sie keine neue Straftat begehen. Vom Gericht bekommen Sie Auflagen und Weisungen. Wenn Sie diese erfüllen, dürfen Sie weiter in Freiheit leben. Wenn Sie gegen sie verstoßen, müssen Sie vielleicht ins Gefängnis.

Wann gefährden Sie Ihre Bewährung?

  • Wenn Sie neue Straftaten begehen.
  • Wenn Sie die Auflagen und Weisungen des Gerichts nicht erfüllen.
  • Wenn Sie keinen Kontakt zur Bewährungshilfe halten.

Was ist Führungsaufsicht?

Sie können der Führungsaufsicht unterstellt werden, wenn Sie z.B. mindestens zwei Jahre im Gefängnis waren oder wenn Sie in eine psychiatrische Klinik sollen und Bewährung bekommen haben. Für diese Zeit bekommen Sie Auflagen und Weisungen vom Gericht. Wenn Sie gegen einzelne Weisungen verstoßen, können Sie dafür eine neue Strafe erhalten.

Was ist Bewährungshilfe?

In der Bewährungshilfe arbeiten Sozialarbeiter/innen. Wir arbeiten für das Gericht. Wir kontrollieren, ob Sie die Auflagen und Weisungen erfüllen und helfen Ihnen bei Problemen. Wir schreiben das Wichtigste auf und berichten an das Gericht. Bei einer Führungsaufsicht berichten wir auch an die Führungsaufsichtsstelle.

Was erwarten wir von Ihnen?

  • Kommen Sie zu den Terminen pünktlich. Wenn Sie nicht kommen können, sagen Sie den Termin rechtzeitig telefonisch ab. Wenn Sie krank sind, rufen Sie an und geben uns eine Krankmeldung vom Arzt.
  • Sagen Sie uns, wenn sich etwas bei Ihnen verändert (Umzug, Urlaub, Telefonnummer, Arbeit)
  • Bei Fragen zu Behörden bringen Sie bitte die letzten Briefe mit.
  • Erfüllen Sie Ihre Auflagen und Weisungen und geben Sie uns darüber schriftliche Nachweise.
  • Sehen Sie ihre Bewährung als Chance. Wichtig ist, dass wir regelmäßig in Kontakt bleiben. In unseren Gesprächen finden wir meistens Lösungen für viele Probleme.

Was können Sie von uns erwarten?

  • Wir sprechen nur mit Ihren Verwandten, Freunden, Ihrem Sozialarbeiter, Chef oder Arzt, wenn Sie das erlauben.
  • Wir halten uns an die vereinbarten Termine und nehmen uns dafür Zeit.
  • Wir berichten an das Gericht über positive und negative Veränderungen. Die Berichte können wir mit Ihnen besprechen.
  • Bei einer neuen Verhandlung vor Gericht muss die Bewährungshelferin oder der Bewährungshelfer immer die Wahrheit sagen.
  • Wir besuchen Sie nur zuhause, wenn wir vorher darüber gesprochen haben.

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