Geschichte des Amtsgerichts

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Amtsgericht Schwalmstadt

Durch die Kurhessische Verwaltungsreform von 1821 werden neue Kreisämter geschaffen. Diese Kreisämter waren die Vorläufer der Landkreise. Es entsteht der Kreis Ziegenhain. Bestandteil dieser Reform ist, dass die Verwaltungsbehörden von den Gerichtsfunktionen losgelöst werden. Die Justizämter Ziegenhain, Treysa, Neukirchen und Oberaula werden gebildet.

Ab 1867 entstehen aus den Justizämtern die Amtsgerichte.

Das Justizamt / Amtsgericht Treysa (aus dem später das Amtsgericht Schwalmstadt entsteht) verfügt über kein eigenes Gebäude. Es ist im Rathaus der Stadt Treysa untergebracht.

Die Raumnot in dem Rathaus zwingt dazu, ein neues Gebäude zu errichten. In den Jahren 1938 - 1939 wird der Rohbau für das Amtsgericht Treysa errichtet. Das Gebäude kann nur zum Teil bezogen werden. Erst nach Kriegsende wird das Gebäude fertig gestellt. In dieser Zeit wird auch der Sitzungssaal gebaut.

Die Amtsgerichte Ziegenhain, Neukirchen und Oberaula werden in den Jahren von 1945 bis 1970 aufgelöst. Die Bezirke dieser Gerichte werden dem Bezirk des Amtsgerichts Schwalmstadt zugeschlagen.

Im Zuge der Gebietsreform entsteht die Stadt Schwalmstadt (unter anderem aus den früheren selbständigen Städten Treysa und Ziegenhain). Das Amtsgericht Treysa wird umbenannt in Amtsgericht Schwalmstadt.

Die Stadt Ziegenhain verliert ihr Amtsgericht im Jahre 1945. Als Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft Ziegenhain ist im 15. und 16. Jahrhundert Ziegenhain zu einer starken Festung ausgebaut worden. Aus einem Teil dieser Festung entsteht die Justizvollzugsanstalt Schwalmstadt. 

Verfasser:  Rechtspfleger Gamb