Anklage wegen Raubes und Körperverletzung gegen „Freier“

Das Amtsgericht Wiesbaden hat in einem Verfahren gegen einen Angeschuldigten zu entscheiden, dem die Anklage Raub und Körperverletzung zum Nachteil einer Frau vorwirft.

Der Angeschuldigte, ein ehemaliger Freier der Geschädigten, soll dieser am 14.12.2018 in dem von ihr bewohnten Mehrfamilienhaus aufgelauert haben.

Maskiert mit einer schwarzen Sturmhaube und einem Wollschal soll der Angeschuldigte die Geschädigte mit den Worten: „ Mein Geld, mein Geld!“ angesprochen und gleichzeitig angesprungen haben, so dass diese gegen einen an der Flurwand befestigten Briefkasten fiel. Im Rahmen des folgenden Handgemenges zwischen dem Angeschuldigten und der Geschädigten, gelang es dieser die Sturmmaske des Täters von dessen Kopf zu ziehen und erkannte in ihm ihren Kunden wieder.
Dem Angeschuldigten gelang es dennoch die Umhängetasche der Geschädigten samt Inhalt zu stehlen.

Im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung bei dem Angeschuldigten konnte ein Teil der Diebesbeute sichergestellt werden.

Der Angeschuldigte ist teilweise geständig und gibt an, er habe mit der Tat das seiner Meinung nach zu Unrecht gezahlte Geld für „sexuelle Dienste“ in Höhe von 120 Euro zurück haben wollen.

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