Erstmals wieder verbeamtete Referendarinnen und Referendare am Landgericht Frankfurt am Main

Gerichtspräsident Dr. Wilhelm Wolf: „Im Wettbewerb um die besten Köpfe ist die Verbeamtung angehender Kolleginnen und Kollegen ein wichtiger Schritt, um die Attraktivität der hessischen Justiz zu steigern.“

Am Landgericht Frankfurt am Main sind heute 45 Referendarinnen und Referendare neu eingestellt und zugleich in das Beamtenverhältnis auf Widerruf berufen worden. Es sind die ersten Juristinnen und Juristen, die seit der heute in Kraft tretenden Reform der Juristenausbildung und der darin vorgesehenen Wiedereinführung der Verbeamtung von Referendaren am Landgericht Frankfurt am Main ihren Dienst antreten werden (vgl. Gesetz zur Änderung des Juristenausbildungsgesetzes und von Rechtsverordnungen über die Juristenausbildung, Drucks. 20/262).

„Die Verbeamtung von Referendarinnen und Referendaren ist ein erster und wichtiger Schritt, um hervorragende Nachwuchskräfte für die hessische Justiz zu gewinnen und angehende Richterinnen und Richter zu motivieren, ihren Berufsweg in Hessen zu beschreiten. Die Verbeamtung führt nicht nur zu einer stärkeren Bindung der Referendarinnen und Referendare an Hessen. Mit ihr geht auch eine deutlich attraktivere Vergütung einher – ein Aspekt, der gerade im Rhein-Main-Gebiet von besonders hoher Bedeutung ist.

Die Ausbildung von Juristinnen und Juristen hat einen großen Stellenwert am Landgericht Frankfurt. Viele unserer Richterinnen und Richter engagieren sich als Leiter von Arbeitsgemeinschaften oder sind Einzelausbilder für Referendare. Auch junge Richterinnen und Richter profitieren von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen, die sie als Mentoren in der ersten Phase ihres Berufseinstiegs wirkungsvoll unterstützen und begleiten. Dieses vielfältige Engagement in der und für die Ausbildung des juristischen Nachwuchses in der Praxis ist von herausragender Bedeutung für die Sicherung und Entwicklung der Qualität der Rechtsprechung. Ich nutze daher gerne die Gelegenheit, allen Richterinnen und Richtern, Staatsanwältinnen und Staatsanwälten, die in der Juristenausbildung mitwirken, für ihr Engagement herzlich zu danken“, betonte Dr. Wilhelm Wolf.

Referendarinnen und Referendare erhalten nun während ihres zweijährigen Vorbereitungsdienstes rund 1.460 Euro brutto monatlich zuzüglich eines etwaigen Familienzuschlags. Außerdem haben sie Anspruch auf eine Beihilfe für Aufwendungen im Krankheitsfall.

Am Landgericht Frankfurt am Main werden sechsmal jährlich Referendarinnen und Referendare eingestellt. Pro Jahr beginnen rund 250 junge Kolleginnen und Kolleginnen ihren Dienst am Landgericht Frankfurt am Main und durchlaufen hier ihre erste viermonatige Ausbildungsstation sowie oftmals später weitere Ausbildungsphasen.

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