Gefährdung des Bahnverkehrs durch zwei junge Wiesbadener

Zwei 19-jährige Angeklagte haben sich vor einer Jugendrichterin des Amtsgerichts Wiesbaden wegen versuchten gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr zu verantworten.

Den beiden jungen Männern wird vorgeworfen in den Abendstunden des 18.04.19 auf den Gleisen der Bahnstrecke bei Bahnkilometer 35,2 in Mainz-Kastel, eine Hartplastikhülse, ein Elektrokabel, eine Zugantenne sowie einen 12,5 x 14 cm großen Betonstein abgelegt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagten mit der Absicht handelten, den regelmäßigen Zugbetrieb zu hemmen und zumindest einen Sachschaden an einem Zug herbeizuführen.

Da die Hindernisse auf den Gleisen bemerkt und rechtzeitig entfernt werden konnten, kam es zu keiner Gefährdung eines Zuges.
Die Bahnstrecke musste jedoch für ca. 1 Stunde gesperrt werden. Es trat im Bahnbetrieb, aufgrund der Sperrung, eine Verspätung von insgesamt 124 Minuten ein.

Das Gesetz sieht für die vollendete Tat des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr (§ 315 Abs. 1 StGB) eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis 10 Jahren vor. Auch die Versuchstat ist nach dem Gesetz strafbar, wird jedoch milder bestraft als die vollendete Tat.

Da die beiden Angeklagten zur Tatzeit jugendlich bzw heranwachsend waren, richtet sich die Ahndung der Straftat nach dem Jugendgerichtsgesetz.

Die Hauptverhandlung in diesem Verfahren findet am Montag, den 24.08.2020 um 11:00 Uhr im Saal 0.004 statt.

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