Haftstrafen im CargoCity Süd - Prozess

In dem als ‚CargoCity Süd-Prozess‘ bekannt gewordenen Strafverfahren hat die 12. Strafkammer des Landgerichts Frankfurt am Main heute den Frankfurter Immobilieninvestor Ardi G. und den selbständigen Immobilienmakler Uwe S. wegen Bestechung im geschäftlichen Verkehr zu Freiheitsstrafen von 2 Jahren und 8 Monaten sowie 3 Jahren verurteilt.

Gegen den mitangeklagten, aus Heidelberg stammenden Projektentwickler Jürgen H. und dessen Geschäftspartner Kai Peter B. verhängte die Kammer Bewährungsstrafen von jeweils 2 Jahren und erlegte den Angeklagten auf, Geldbeträge in Höhe von insgesamt 7 Millionen Euro an gemeinnützige Einrichtungen und die Staatskasse zu zahlen.

Nach über neunmonatiger Beweisaufnahme sah es die Strafkammer als erwiesen an, dass die Beteiligten im Zusammenhang mit dem Abschuss von Erbbaurechtsverträgen für mehrere im Eigentum des Flughafenbetreibers Fraport AG stehende Grundstücke im Bereich der CargoCity Süd Schmiergeldzahlungen in Millionenhöhe an den ursprünglich ebenfalls mitangeklagten Mitarbeiter der Fraport AG Volker A. geleistet oder versprochen hat.

Volker A. war während des Prozesses in Folge eines Autounfalls verstorben. Mit dem Strafmaß für Jürgen H. und Kai Peter B. entsprach das Gericht den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Dagegen hatte die Anklagebehörde für Ardi G. und Uwe S. Freiheitsstrafen von 3 Jahren bzw. 3 Jahren und 4 Monaten gefordert.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

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