Elterliche Sorge

Unter elterlicher Sorge versteht man die Pflicht und das Recht, für ein minderjähriges Kind zu sorgen. Sie umfasst die Sorge für die Person des Kindes (Personensorge) und das Vermögen des Kindes (Vermögenssorge).

Die elterliche Sorge beginnt mit der Geburt eines Kindes und endet rechtlich mit dessen Volljährigkeit.

Die elterliche Sorge steht miteinander verheirateten Elternteilen grundsätzlich gemeinsam zu. Bei unverheirateten Eltern steht der Kindesmutter die alleinige elterliche Sorge zu. In diesem Fall kann das gemeinsame Sorgerecht durch die Abgabe einer Sorgeerklärung (§ 1626a Abs. 1 Nr. 1 BGB), eine Heirat der Eltern (§ 1626a Abs. 1 Nr. 2a BGB) oder durch den Antrag eines Elternteils beim Familiengericht begründet werden (§ 1626a Abs. 1 Nr. 3, Abs. 2 BGB).

Die gemeinsame elterliche Sorge besteht nach einer Trennung fort. Auf Antrag kann das Familiengericht einem Elternteil das alleinige Sorgerecht übertragen, wenn entsprechende Gründe hierfür vorliegen.