Hinterlegung

In bestimmten Fällen übernimmt der Staat die treuhänderische Verwahrung von Geld, Wertpapieren, sonstigen Urkunden und Kostbarkeiten (z.B. Schmuck, wertvolle Gemälde usw.).

Voraussetzungen für eine Hinterlegung sind ein Antrag, ein Hinterlegungsgrund sowie die Hinterlegungsfähigkeit der Sache (keine Lebewesen, Modeschmuck usw.).

Anträge sind schriftlich in dreifacher Ausfertigung oder mündlich zu stellen. Vordrucke für den Antrag auf Annahme von Geld- oder Werthinterlegungen finden Sie im Formularbereich.

Typische Hinterlegungsfälle sind:

  • Kautionen in Strafsachen zur Außervollzugsetzung eines Haftbefehls
  • Sicherheitsleistungen zur Herbeiführung, Abwendung oder Einstellung der Zwangsvollstreckung
  • Hinterlegung des Meistbargebots in Zwangsversteigerungsverfahren
  • die Annahme und Aufbewahrung von Nachlässen, wenn nicht bekannt ist, wer den Verstorbenen beerbt hat
  • Ungewissheit über den Gläubiger einer Forderung, z.B. der Mieter weiß nicht an wen die Miete zu zahlen ist

In Hessen ist das Hinterlegungsverfahren im Hinterlegungsgesetz (HintG) geregelt.