Die Ausbildung in der Wahlstation dauert 3 Monate und kann nach Wahl in folgenden Schwerpunktbereichen (Wahlstationen) - jeweils bei verschiedenen in Betracht kommenden Ausbildungsstellen - stattfinden:
- Zivilrechtspflege,
- Strafrechtspflege,
- Staat und Verwaltung,
- Steuern und Finanzen,
- Arbeit,
- Wirtschaft,
- Sozialwesen.
Über die Möglichkeit der Ausbildung bei den Fachgerichtsbarkeiten (z.B. Finanz-, Sozial- oder Verwaltungsgerichtsbarkeit) informieren Sie sich bitte auf den Websites der jeweiligen Gerichte.
Der Präsidentin oder dem Präsidenten des Oberlandesgerichts ist spätestens 3 Monate vor dem Beginn der Wahlstation mitzuteilen, zu welcher Ausbildungsstelle die Zuweisung erfolgen soll. Hierfür ist der Vordruck "Benennung der Wahlstation" zu verwenden. Ferner ist der ausgefüllte Vordruck "Einverständniserklärung Ausbildungsstelle" beizufügen.
Die Ausbildung bei der jeweiligen Ausbildungsstelle wird begleitet durch die obligatorische Teilnahme an einer einmal wöchentlich stattfindenden sachlich zugeordneten Arbeitsgemeinschaft, § 37 JAG und § 26 JAO. Das Hessische Ministerium der Justiz und für den Rechtsstaat hat für die Ausbildung Gerichten und Staatsanwaltschaften und für die begleitenden Arbeitsgemeinschaften
Ausbildungspläne Öffnet sich in einem neuen FensterÖffnet sich in einem neuen Fenster erlassen.
Die Ausbildung in der Wahlstation kann auch bei einer überstaatlichen, zwischenstaatlichen oder ausländischen Stelle oder einer ausländischen Rechtsanwältin oder einem ausländischen Rechtsanwalt oder bei einer sonstigen Wahlstation stattfinden, soweit eine sachgerechte Ausbildung gewährleistet ist, § 29 Abs. 5 JAG. Die Präsidentin oder der Präsident des Oberlandesgerichts entscheidet über die Zulassung der Ausbildungsstelle und ordnet sie einer der vorgenannten Wahlstationen zu.
Bei Zuweisung zu einer Ausbildungsstelle außerhalb des Landes Hessen kann von der Teilnahme an dieser Arbeitsgemeinschaft befreit werden, § 23 Abs. 3 Satz 3 JAO.
Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare können in der Wahlstation auf Antrag auch dem rechtswissenschaftlichen Fachbereich einer Universität zu einem wissenschaftlichen Vertiefungsstudium überwiesen werden, § 29 Abs. 7 JAG. Über den Antrag entscheidet die Präsidentin oder der Präsident des Oberlandesgerichts. Mit dem Antrag ist ein Studienplan vorzulegen, der den dort vorgegebenen Anforderungen genügen muss.
Die Ausbildung in der Wahlstation (sowohl nach § 29 Abs. 3 JAG als auch nach Abs. 5) ist nur bei einer Ausbildungsstelle zulässig, die in eine von der Präsidentin oder dem Präsidenten des Oberlandesgerichts zu führende Liste aufgenommen ist. Die Aufnahme in die Liste setzt - soweit nicht bereits ein vom Hessischen Ministerium der Justiz und für den Rechtsstaat erlassener Ausbildungsplan vorliegt - voraus, dass ein von der Präsidentin oder dem Präsidenten des Oberlandesgerichts genehmigter Ausbildungsplan vorliegt, der mindestens die in § 23 Abs. 2 Satz 2 JAO genannten Festlegungen enthält. Bei einer Ausbildungsstelle im Schwerpunktbereich Staat und Verwaltung ist zudem das Benehmen des zuständigen Regierungspräsidiums erforderlich.
Folgende in unregelmäßigen Abständen aktualisierte Listen können - aus Gründen des Datenschutzes nur auszugsweise - eingesehen werden: